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Fensterverwaltung

Openbox

Weitere Informationen im Kapitel Benutzeroberfläche

Enlightenment (e17)

Enlightenment ist eine vollständige Benutzeroberfläche, die allein mit der Maus konfiguriert werden kann, wobei viele Motive („themes“) zur Auswahl stehen. Die mit SliTaz ausgelieferte Version ist als e17 bekannt und noch in der Entwicklung, wird aber als stabil genug angesehen, um in die Distribution aufgenommen zu werden. Enlightenment war für Systeme mit geringen Betriebsmitteln vorgesehen, ist aber auch für besser ausgestattete Systeme geeignet. Sie ermöglicht Hintergrundbilder, Menüs, bewegte und interaktive Spielereien und kann mit virtuellen Benutzeroberflächen umgehen.

Enlightenment (e17) kann auf SliTaz mit

 # tazpkg get-install enlightenment 

installiert werden.

Melden Sie sich ab, drücken Sie im Slim-Anmeldefenster die Taste F1 und wählen Sie e17 um Enlightenment zu starten.

Enlightenment erfüllt die „Freedesktop“-Standards. Anwendungen sind in Kategorien eingeteilt und Symbole erscheinen automatisch sobald eine Datei mit der Endung .desktop vorhanden ist. Die Dateien des Systems mit der Endung .desktop befinden sich im Verzeichnis /usr/share/applications, die benutzereigenen im Verzeichnis ~/.local/share/applications. Diese Dateien haben eine einfache Syntax und können über ein Menü oder mit einem Texteditor bearbeitet werden. Die Definitionen der Kategorien des Enlightenment-Menüs befinden sich im Paket slitaz-menus:

 # tazpkg get-install slitaz-menus 

Ein Symbol auf der Arbeitsfläche

Ein Symbol auf der Arbeitsfläche zum Starten einer Anwendung kann manuell erzeugt werden, indem eine Datei mit der Endung .desktop im Verzeichnis ~/Desktop eingerichtet wird. Die Syntax der Einträge solcher Dateien ist bei Recognized desktop entry keys beschrieben. Dateien mit der Endung .desktop in diesem Verzeichnis werden von Enlightenment automatisch erkannt. Eine Datei mit der Endung .desktop kann acht Zeilen enthalten mit dem Namen (Name), generischen Namen, Kommentar, dem auszuführenden Kommando (Exec), dem Bild, dem Typ und den „Freedesktop“-Kategorien. Es folgt ein Beispiel für ein Xterm-Symbol:

[Desktop Entry]
Name=XTerm
GenericName=Terminal
Comment=Run commands in a shell
Exec=xterm -bg black -fg white -cr orange -sb -bd violet -rightbar
Icon=/usr/share/icons/Tango/jwm/utilities-terminal.png
Type=Application
Categories=Utility;Terminal;

Weitere Motive („themes“) findet man bei http://exchange.enlightenment.org/

JWM - Joe's Window Manager

Joe's window manager, in C geschrieben, ist schnell, einfach, fehlerfrei, stabil und effizient. JWM bietet eine Taskleiste, ein Menü mit Symbolen und Blättermöglichkeit für Arbeitsflächen. Die Taskleiste kann auch als „Dock“ fungieren. JWM kann einfach über eine einzige Datei konfiguriert werden, wobei das Menü, die Schriftarten und ihre Größen sowie verschiedene Farben geändert werden können.

JWM kann auf SliTaz mit

 # tazpkg get-install jwm 

installiert werden.

Melden Sie sich dann ab, drücken Sie im Slim-Anmeldefenster die Taste F1 und wählen Sie jwm um Joe's window manager zu starten. Wenn JWM die Standard-Fensterverwaltung werden soll, geben Sie tazx jwm ein.

JWM benutzen und konfigurieren

Die Anwendung Joe's Window Manager ist sehr schnell. Ein Klick irgendwo in der Arbeitsfläche zeigt das Menü. Die Größe eines Fensters kann an den Rändern oder Ecken geändert oder minimiert werden. Mit einer Blätterfunktion können Fenster auch auf eine andere Arbeitsfläche verschoben werden. Mit konfigurierbaren Tastaturkürzeln kann schnell auf vielbenutzte Anwendungen zugegriffen werden. Die globale Konfigurationsdatei ist /etc/jwm/system.jwmrc. Die benutzereigene Konfigurationsdatei heißt ~/.jwmrc. Dies sind Textdateien, die XML-Syntax enthalten und mit einem Texteditor bearbeitet werden können. Zeilen die mit <!-- beginnen, sind Kommentare, die die Bedeutung der Einträge erläutern.

Um die Anpassung der Arbeitsfläche zu erleichtern, wird beim Starten der ersten (grafischen) Sitzung eines Benutzers die globale Konfigurationsdatei nach ~/.jwmrc kopiert. Durch Ändern dieser Datei können Sie gefahrlos Änderungen der Arbeitsfläche ausprobieren, z.B.:

$ geany $HOME/.jwmrc & 

Um die ursprüngliche Konfigurationsdatei wiederherzustellen, kann einfach die globale Konfigurationsdatei auf die benutzereigene Konfigurationsdatei kopiert werden:

 $ cp /etc/jwm/system.jwmrc $HOME/.jwmrc 

Das Kennzeichen RootMenu entspricht dem Menü, das angezeigt wird, wenn eine der (drei) Maustasten gedrückt wird. Mit dem Kennzeichen Menu kann eine Kategorie hinzugefügt werden, die Einträge für verschiedene Programme enthalten kann. Jeder Eintrag im JWM-Menü passt in eine Zeile. Es folgt ein Beispiel für einen GQview-Menüeintrag:

 <Program icon="gqview.png" label="GQview">gqview</Program> 

Es gibt auch viele Möglichkeiten, das Kontextmenü RootMenu bezüglich der Maustasten zu konfigurieren, die Methode zum Verschieben von Fenstern zu wählen, Gruppen zu erzeugen usw. Ein Handbuch ist bei der offiziellen Internetpräsenz von JWM einsehbar. Das Kommando jwm -h zeigt alle möglichen Kommandooptionen.

Einen eigenen JWM-Stil erzeugen

Es ist verhältnismäßig einfach, schnell einen eigenen grafischen Stil für JWM zu erzeugen, da die Kennzeichen anschaulich und die möglichen Attribute in den Kommentaren angegeben sind. Um die Auswirkungen von Änderungen zu betrachten, kann die Fensterverwaltung über das Menü oder mit dem Kommando jwm -restart neu gestartet werden. Die Kennzeichen zur Definition des Stils befinden sich in der Konfigurationsdatei hinter dem Kommentar <!-- Visual Styles -->. Es folgt eine kurze Liste der wichtigsten Stil-Kennzeichen mit einer kurzen Beschreibung:

  • Background verwaltet das Hintergrundbild. Dieses Kennzeichen unterstützt die Attribute solid (vollfächige Farbe), gradient (ab- oder ansteigender Farbverlauf), image (größenangepasstes Bild) oder tile (Kacheln mit einem Bild).
  • BorderStyle legt den Rand des Fensters fest.
  • TrayStyle definiert die Taskleiste. Die Taskleiste kann (unter anderem) automatisch versteckt werden oder nur einen Teil der Bildschirmbreite einnehmen, abhängig vom Attribut width.
  • TrayListStyle bestimmt den Stil der Liste offener Fenster der Arbeitsfläche.
  • PagerStyle definiert die Blätterfunktion zwischen (standardmäßig 4) Arbeitsflächen.
  • MenuStyle definiet den Stil der Menüs.
  • Das Kennzeichen IconPath bestimmt die verwendeten Symbole. Eigene Symbole können über den Pfadnamen des Verzeichnisses in dem sie sich befinden bestimmt werden. Es können mehrere Pfadnamen angegeben werden, so dass eigene Symbole und die globalen in den Verzeichnissen /usr/share/pixmaps und /usr/share/icons verwendet werden. SliTaz verwendet die Symbole des Motivs Tango für das Menü. Diese sind 16×16 Pixel groß und befinden sich im Verzeichnis /usr/share/icons/Tango. Diese können nach Belieben bearbeitet werden. Zur Installation eigener Symbole empfehlen sich die Verzeichnisse ~/Picture/Icons (Standard) oder ~/.Icons.

Farben können über ihren Namen oder die RGB-Angabe, wie etwa #3A4956 spezifiziert werden. Um Farbübergange festzulegen, müssen zwei Farben, getrennt durch einen Doppelpunkt, angegeben werden, z.B.: #6C0023:#3E1220. Mit dem Kennzeichen Font können Schriftarten und deren Größe bestimmt werden. Auch einige andere Kleinigkeiten können angepasst werden, etwa der Name eines Menüeintrags und sein Symbol. Vor dem Neustarten von JWM mit der neuen Konfigurationsdatei kann die Syntax mit dem Kommando jwm -p geprüft werden. Das offizielle Handbuch beschreibt alle Kennzeichen, Optionen und gültigen Attribute. Es ist bei der offiziellen Internetpräsenz von JWM einsehbar.

JWM Internetpräsenz

  • Bei der offiziellen Internetpräsenz von Joe's Window Manager findet man Neuigkeiten und ein ausführliches Handbuch.
  • #jwm bei irc.freenode.net - Der JWM IRC-Diskussionskanal bei Freenode.

Pekwm

DWM

Xfce

Xfce ist eine einfache Benutzeroberfläche. Sie ersetzt die standardmäßige OpenBox und PCManFM und basiert ebenfalls auf GTK+.

Zur Installation von Xfce kann das Meta-Paket 'xfce4' gewählt werden. Damit werden alle zugehörigen Pakete installiert.

Um Xfce verwenden zu können, muss die Anmeldeverwaltung Slim entsprechend konfiguriert werden. Dies geschieht durch Anhängen von xfce4 in der Zeile sessions der Datei /etc/slim.conf. Diese Datei kann nur mit Administratorrechten bearbeitet werden:

sessions            openbox,e17,jwm,xfce4, 

Dann kann (nach Drücken der Taste F1 im Anmeldebildschirm) Xfce ausgewählt und Benutzername und Kennwort eingegeben werden.

Extras gibt es bei Xfce Goodies, u.a. Zusatzprogramme, Bebilderungen und Einbindungen.

Xfce kann mit den folgenden Kommandos deinstalliert werden:

 # for PKG in xfce4 xfce4-session xfce4-panel xfwm4 libxfcegui4 xfce-utils libxfce4util thunar thunar-volman xfconf ; \ 
do yes y | tazpkg remove $PKG ; done
 
de/handbook/wm.txt · Last modified: 2017/02/26 17:12 by hgt